Zurück zu Damian Cross: Mein gefährlicher Pakt mit dem Ex-Mann

Nach drei Jahren trifft sie ihren Ex-Mann Damian Cross pleite wieder. Um zu überleben, kehrt sie zu dem Mafiaboss zurück – doch alles hat sich verändert.

Drei Jahre nach unserer Scheidung stand ich im strömenden Regen vor einem Bürogebäude in Chicago, zwei stornierte Essenslieferungen in den Händen und ein Bankkonto, das nicht einmal für die nächste Monatsmiete reichte. Genau in diesem Moment tauchte Damian Cross auf – mein Ex-Mann und gefürchteter Mafiaboss –, sah mich an und verlangte meine sofortige Rückkehr.

Eine unerwartete Begegnung auf den Straßen von Chicago

Ich hätte ihm die Worte ins Gesicht schleudern und lachen sollen. Stattdessen willigte ich ein, ihn erneut zu heiraten.

Damian war zu keinem Zeitpunkt ein gewöhnlicher Geschäftsmann gewesen. Nach außen hin leitete er Cross Industries und verwaltete Beteiligungen an Hotels, Logistiknetzwerken, Immobilien, Frachtreedereien sowie privaten Sicherheitsfirmen. Hinter den Kulissen beherrschte er jedoch illegale Frachtrouten, Glücksspielbetriebe, Gewerkschaftskontakte und Waffenkanäle – mit genügend Einfluss, um die städtischen Behörden in Atem zu halten.

Als ich ihn vor drei Jahren voller Zorn und verletztem Stolz verließ, ahnte ich nicht, wie tief ich fallen würde. An diesem Abend war ich schlichtweg bankrott. Nach sechs Stunden harter Arbeit hatte ich Bestellungen an die falsche Adresse geliefert, die Erstattungen aus eigener Tasche bezahlt und nur Verlust gemacht. Am Vorabend hatte ich noch überlegt, ob ich im Notfall in einem durchgehend geöffneten Waschsalon schlafen könnte, falls mein Vermieter mich auf die Straße setzte.

Die Rückkehr zum Anwesen von Damian Cross

In meiner ausweglosen Lage klangen ein warmes Dach über dem Kopf, Essen und finanzielle Sicherheit plötzlich weitaus verlockender als mein einstiger Stolz. Damian nahm mir die erkalteten Liefertaschen wortlos aus den Händen.

„Ethan fragt ständig nach dir. Komm zurück. Heirate mich noch einmal. Den Papierkram erledigen wir morgen.“

Er fuhr mich direkt zu meinem winzigen Mietzimmer. Ich packte kaum etwas ein:

  • Einige persönliche Dokumente und meinen Ausweis
  • Wenige alte Kleidungsstücke
  • Erinnerungen an ein Leben, das gescheitert war

Mein gesamter restlicher Besitz war zusammengerechnet vermutlich keine zweihundert Dollar mehr wert. Während der Autofahrt fragte mich Damian mit leiser Stimme, wie hoch meine Schulden seien. Als ich ihm die Summe nannte, umklammerten seine Hände das Lenkrad merklich fester. Er fragte, warum ich ihn nicht einfach angerufen hätte. Ich blickte hinaus in den Regen und erwiderte nüchtern, dass wir geschieden waren und ich kein Recht dazu gehabt hätte. Darauf fand er keine Antwort.

Schatten der Vergangenheit und alte Wunden

Einst hatte ich Damian aufrichtig geliebt. Wir kannten uns seit der Schulzeit, und als unsere Familien die Heirat arrangierten, war ich überglücklich gewesen. Doch das Bild zerbrach schlagartig, als ich fremden Lippenstift an seiner Hemdmanschette entdeckte. Wenig später erreichte mich ein Foto, das ihn beim Kuss mit seiner Vorstandsassistentin Vanessa Reed zeigte.

Rasend vor Eifersucht stürmte ich damals in sein Büro, fegte Akten von Schreibtischen, zertrümmerte eine Glasskulptur und forderte Vanessas sofortige Kündigung. Damian behauptete kühl, das Foto sei eine Fälschung. Er sah mich an, als hätte ich ihn vor Geschäftspartnern blamiert, die nur auf eine Schwäche warteten.

Er stellte mir damals ein Ultimatum: Entweder ich lernte mich zu beherrschen, oder ich sollte gehen. Also ging ich. Erst danach begriff ich, wie behütet mein früheres Leben gewesen war. Jobs kamen und gingen, Rechnungen häuften sich, und ich stürzte von Lieferrädern, wobei mir das verschüttete Essen mehr Sorgen machte als meine blutenden Knie. Mein wertvollster Besitz war zuletzt nur noch ein alter Elektroroller gewesen.

Das Wiedersehen mit Vanessa Reed

Als wir schließlich das weitläufige Anwesen der Familie Cross erreichten, öffneten sich die schweren Eingangstüren. Und genau dort stand Vanessa Reed. Sie war immer noch da, trug weiterhin ihren Sicherheitsausweis und bewegte sich mit vertrauter Selbstverständlichkeit im Haus.

Ruhig nahm sie Damians Mantel entgegen, stellte seine Hausschuhe bereit und teilte ihm mit, dass das Abendessen serviert werden könne. Vor drei Jahren hätte mich dieser Anblick zur Weißglut getrieben. Diesmal regte sich in mir nichts. Ich blieb vollkommen teilnahmslos stehen.

Damian wandte sich an mich und fragte, ob ich zuerst essen oder duschen wolle. Meine Antwort fiel knapp aus:

„Wie du möchtest.“

Bei diesen Worten veränderte sich sein Gesichtsausdruck merklich. Ein Anflug von Verwirrung spiegelte sich in seinen Zügen wider.

Ein verändertes Machtgefüge

Wenig später stand ich im Badezimmer meines alten Zimmers unter der Dusche, als Damian ohne Vorwarnung die Tür öffnete. Aus reinem Reflex versuchte ich zuerst, mich zu bedecken. Doch einen Augenblick später ließ ich die Arme sinken. Morgen würden wir ohnehin wieder Mann und Frau sein; Schamgefühle spielten in dieser Zweckgemeinschaft keine Rolle mehr.

Wortlos reichte er mir ein Handtuch. Ich bedankte mich knapp – mehr nicht. Es gab keine Eifersuchtsszenen, keine bohrenden Fragen über Vanessa und keine Wutausbrüche. In Damians Blick trat in diesem Augenblick eine sichtbare Verunsicherung. Ich war zwar auf sein Anwesen zurückgekehrt, doch ich war nicht mehr die Frau, die einst verzweifelt um sein Herz gekämpft hatte.

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